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Wie benutzt man einen Dildo richtig?

Wie benutzt man einen Dildo richtig?

Hallo zusammen!

Egal, ob du deinen ersten Dildo geschenkt bekommen hast, dein alter treuer Begleiter mal neue Bewegung braucht oder du einfach nur wissen willst, wie man das Ding wirklich gut einsetzt – du bist hier genau richtig. 

Was ich dir zeige: Wie du mit einem Dildo maximalen Spaß hast. Allein, zu zweit, vorne, hinten, langsam, wild – und vor allem sicher. Kein Blabla, keine pseudo-wissenschaftlichen Diagramme. Nur echter, erfahrungsbasierter, deutscher Alltagssex-Guide. Mit Herz, Hirn und einer Portion Ruhrpott-Humor.

Also: Ärmel hoch, Beine auf, Kopf aus. Los geht’s.


Bevor es losgeht: Vorbereitung leicht gemacht

Bevor du auch nur einen Zentimeter deines neuen Freundes einführst, gibt es drei Dinge, die du checken musst. Das ist kein Kink-Blocking, das ist Lebensversicherung für deine Lust.

Sauberkeit – aber locker

Nein, du musst nicht die ganze Wohnung schrubben. Aber der Dildo selbst sollte sauber sein. Heißes Wasser, milde Seife, abtrocknen. Fertig. Wenn du ihn mit jemandem teilst: Kondom drüber. Wenn du ihn vorher anal benutzt hast: Dann nicht einfach so in die Vagina. Logisch, oder?

Gleitgel – dein bester Kumpel

Du glaubst, du bist feucht genug? Süß. Nimm trotzdem Gleitgel. Und zwar wasserbasiertes (das geht mit allem). Trockene Penetration ist wie Schlittenfahren auf Teppichboden – geht nicht, tut weh, macht keinen Spaß. Also: Großzügig auf den Dildo und auf dich. Lieber zu viel als zu wenig. Und nachlegen ist immer erlaubt. Auch dreimal.

Die richtige Einstellung – im Kopf

Mach den Fernseher aus. Leg das Handy weg. Entspann dich. Das ist keine Prüfung. Du musst keinen Weltrekord im Tiefstoßen aufstellen. Du darfst lachen, wenn’s quietscht. Du darfst abbrechen, wenn es nicht passt. Dein Körper bestimmt das Tempo. Okay? Okay.


Die Grundtechniken: So klappt’s mit dem Dildo allein

Jetzt wird’s konkret. Du hast das Teil in der Hand. Und dann? Dann kommt es darauf an, was du willst. Ich zeige dir die drei wichtigsten Bewegungsmuster – von sanft bis „oh ja genau da“.

Das Pulsieren – für den Anfang und für die Tiefe

Halte den Dildo am unteren Ende (beim Saugnapf oder am Ring). Führe die Spitze langsam ein – maximal zwei, drei Zentimeter. Dann machst du kleine, pulsierende Bewegungen. Rein, raus, aber nur wenige Millimeter. Das ist kein Stoßen, eher ein Vibrieren mit dem Arm. Klingt unspektakulär? Ist es nicht. Diese Technik entspannt den Muskel (ob vaginal oder anal), weckt die Nerven und lässt dich kontrolliert tiefer gehen, ohne dass es zwackt.

Tipp für alle: Pulsier erst Sekunden. Dann geh einen Zentimeter tiefer. Wieder pulsieren. So arbeitest du dich langsam vor. Besonders gut, wenn der Dildo etwas dicker ist.

Das Kreisen – für den Punkt

Sobald der Dildo ein Stück drin ist (ca. - cm), hältst du ihn still. Dann kreist du mit deiner Hand – also bewegst den Dildo im Kreis, ohne ihn rauszuziehen. Das ist wie ein Finger, der innen „Hallo“ sagt. Bei Frauen trifft man so perfekt den G-Punkt (der liegt etwa - cm drin an der Vorderwand). Bei Männern die Prostata (ähnliche Tiefe, aber Richtung After). Das Kreisen ist deine Geheimwaffe für Orgasmen, die nicht nur von rein-raus kommen.

Mach es intensiver: Variiere den Kreis-Radius. Ganz klein, dann größer. Mal schneller, mal langsamer. Hör genau hin, was dein Körper stöhnt.

Das Stoßen – klassisch, aber mit Verstand

Rein, raus, rein, raus. Ja, das ist der Klassiker. Aber auch hier gibt es Stellschrauben:

  • Langsame, tiefe Stöße: Den Dildo fast ganz raus, dann langsam bis zum Anschlag rein. Perfekt, um die gesamte Länge zu spüren.
  • Kurze, schnelle Stöße: Nur im vorderen Bereich (die ersten cm). Reizt den Eingang und die ersten Zentimeter – da sind viele Nerven.
  • Abrupte Pausen: Einfach mal mitten im Stoß aufhören, den Dildo tief drin lassen und ein paar Sekunden nichts tun. Dann weiter. Das baut Druck auf – im positiven Sinne.

Wichtig: Du musst nicht wie ein Presslufthammer randalieren. Die meisten Menschen kommen besser mit gleichmäßigem, mittelschnellem Tempo. Also: Lieber Rhythmus als Rammbock.


Die besten Solo-Stellungen – ganz ohne Verkrampfung

Die Handführung ist das eine. Die Körperhaltung das andere. Hier sind meine Top Positionen für die alleinige Session – mit klarer Anleitung.

Die Klassische: Auf dem Rücken, Kissen unterm Po

Leg dich auf den Rücken, stell die Knie auf (Füße flach auf der Matte) und schieb dir ein festes Kissen unter das Kreuz. Das kippt dein Becken nach oben – der perfekte Winkel für vaginale oder analen Penetration. Du kannst den Dildo mit einer Hand führen, die andere Hand ist frei für Klitoris oder Brust.

So geht’s: Führe den Dildo ein, dann lass deine Hand los. Ja, wirklich. Halte ihn nur mit den Beckenbodenmuskeln fest. Und dann bewegst du dein Becken – stößt nach oben, kreist mit den Hüften. Das ist eine ganz andere, tiefere Stimulation als mit der Hand. Probier’s aus.

Seitenlage: Auf der Seite liegen – Kissen zwischen die Knie

Leg dich auf die Seite, das untere Bein gerade, das obere Bein angewinkelt. Ein Kissen zwischen die Knie – das entspannt die Hüfte. Jetzt führst du den Dildo von hinten oder vorne ein (je nachdem, ob vaginal oder anal). Diese Position ist super entspannt, du kannst stundenlang vor dich hin stößen, ohne dass die Arme müde werden. Außerdem kommt man so leicht an die Klitoris oder den Penis.

Perfekt für: Längere Sessions, morgendliche Lust (kein Verdrehen des Rückens) und alle, die Rückenschmerzen haben.

Die Reiterin / der Reiter: Dildo mit Saugnapf

Du hast einen Saugnapf Dildo? Dann ab damit auf den Boden (glatte Fliese, ein Teller, eine umgedrehte Schüssel). Du kniet dich drüber, oder gehst in die Hocke – und dann reitest du. Du bestimmst Tempo, Tiefe, Winkel. Deine Hände sind frei. Du kannst dich an der Wand abstützen oder auf ein Kissen knien, wenn die Knie ächzen.

Profi-Tipp: Stell den Dildo nicht direkt auf den harten Boden, sondern auf ein zusammengefaltetes Handtuch. Das federt etwas ab, und du kannst tiefer runterkommen. Und: Warme Dusche vorher? Noch besser.


Wie du einen Dildo anal selbst benutzt – ganz entspannt

Anal mit dem Dildo ist kein Hexenwerk, aber es gibt klare Regeln. Egal, ob du ein Mann bist (Prostata!) oder eine Frau (auch da gibt es Nerven satt) – die Technik ist ähnlich.

Zuerst das Wichtigste

Niemals einen Dildo ohne breiten Sockel oder Ring anal benutzen. Wirklich niemals. Der After zieht Dinge magisch an wie ein Staubsauger. Ein Dildo ohne Stopper verschwindet schneller als dein letztes Stück Schokolade. Dann bist du im Krankenhaus und erklärst der Notaufnahme, dass du „ausgerutscht“ bist. Also: Nur Toys mit festem Fuß, Saugnapf oder dicker Basis.

Die Technik: langsamer als überall sonst

Analgewebe ist empfindlicher und dehnt sich nicht so schnell wie die Vagina. Also:

  1. Viel Gleitgel. Wirklich viel. Mindestens doppelt so viel wie vaginal.
  2. Erst ein Finger, dann zwei. Erst dann den Dildo – und zwar den kleinsten, den du hast.
  3. Pulsieren statt stoßen. Führ die Spitze ein, dann warte Sekunden. Der Schließmuskel muss sich erst dran gewöhnen. Dann pulsierend tiefer. Keine ruckartigen Bewegungen.
  4. Atmung: Wenn du einführst, atme tief aus. Nicht einatmen – das presst den Muskel zu. Ausatmen entspannt ihn.

Die besten analen Positionen

  • Auf dem Rücken, Beine angewinkelt: Perfekt für den Einstieg. Du siehst, was du tust.
  • Auf allen vieren (mit Saugnapf-Dildo): Du reitst im wahrsten Sinne des Wortes. Geht tiefer, aber du kontrollierst.
  • Seitlich (die Side-Lay): Am entspanntesten für längeres Spiel. Besonders gut für Prostata, weil der Dildo dann automatisch nach vorne drückt.

Extra für Männer: Bieg den Dildo leicht nach vorne (Richtung Bauchnabel). Da liegt die Prostata, etwa - cm drin. Das Kreisen ist hier dein bester Freund. Wenn du den Punkt triffst, fühlt es sich an, als müsstest du pinkeln – das ist normal. Mach weiter, es wird sich in ein tiefes, warmes Gefühl verwandeln.


Gemeinsam einen Dildo benutzen – für mehr Spiel, nicht als Ersatz

Ein Dildo ist kein Rivale. Ein Dildo ist ein Werkzeug – wie ein Kochlöffel. Nur dass man damit keine Suppe umrührt. Für Paare gibt es drei Hauptszenarien. Keine Eifersucht, keine dummen Sprüche. Einfach nur Lustgewinn.

Der Partner führt den Dildo ein – du entspannst dich

Du legst dich hin, dein Partner kniet neben dir. Er/sie führt den Dildo ein, während du nichts tust außer genießen. Das ist besonders intensiv, weil du dich ganz auf die Empfindungen konzentrieren kannst. Vereinbart ein Stoppwort („Rot“ für sofort aufhören, „Gelb“ für langsamer). Und redet zwischendurch: „Tiefer“, „Flacher“, „Mehr links“. Kein Schweigen aus Rücksicht.

Gleichzeitige Stimulation

Dein Partner penetriert dich mit dem Penis (oder einer anderen Spielzeug) und du führst gleichzeitig den Dildo in dich ein (vaginal oder anal). Das nennt man Double Penetration – und es ist kein Porno-Ding, sondern einfach nur doppelte Fläche für deine Nerven. Funktioniert super in der Löffelchen-Position (Side-Lay) oder mit einem Saugnapf-Dildo an der Wand, während der Partner von hinten kommt.

Der Dildo als Verlängerung des Partners

Manche Männer lieben es, wenn ihre Partnerin ihnen anal einen Dildo gibt (Pegging). Manche Frauen lieben es, wenn ihr Freund sie mit dem Dildo „ersetzt“, während er ihre Brüste verwöhnt. Auch hier gilt: Kommunikation ist alles. Und: Ein Dildo kann Dinge, die keine Zunge und kein Finger kann – nämlich in einem gleichbleibenden Tempo tief zu bleiben, während die Hände woanders sind.


Fortgeschrittene Techniken – für alle, die schon etwas Übung haben

Du hast die Basics drauf? Dann wird's jetzt spannend. Hier sind drei Techniken, die dein Dildo-Erlebnis auf ein neues Level heben.

Die „Korkenzieher“-Bewegung

Während du den Dildo einführst, drehst du ihn gleichzeitig wie einen Korkenzieher. Also: Rein und dabei um die eigene Achse rotieren. Das reizt die gesamte Innenwand auf eine Art, die kein reines Stoßen kann. Besonders effektiv bei glatten Glas-Dildos.

Die Heranzieh-Bewegung (nur mit flexiblem Dildo)

Wenn dein Dildo etwas biegsam ist (weiches Silikon), führ ihn tief ein, krümme dann die Spitze mit deinen Fingern nach vorne (Richtung Bauchnabel) und zieh ihn langsam raus, während die Spitze gekrümmt bleibt. Das ist wie ein Finger, der „komm her“ macht – und genau das signalisiert er auch deinem G-Punkt oder deiner Prostata. Orgasmen garantiert, wenn du den Rhythmus findest.

Temperaturwechsel (mit Glas- oder Metall-Dildo)

Leg den Dildo für Minuten in warmes Wasser (nicht kochend!) oder für Minuten ins Eisfach (in einem Zip-Beutel, keine Eiskristalle). Führe ihn dann warm ein, genieße, und wechsle nach ein paar Minuten zu einem kalten. Der Kontrast lässt deine Muskeln rhythmisch pulsieren – das fühlt sich an wie eine innere Massage.

Sicherheitshinweis: Teste die Temperatur immer erst am Handgelenk. Nie direkt nach dem Erhitzen einführen – Verbrennungen innen sind kein Spaß.


Die häufigsten Fehler – und wie du sie vermeidest

  1. Zu wenig Gleitgel – Das ist mit Abstand der größte Fehler. Sobald es auch nur ansatzweise reibt: Nachlegen. Kein Geiz, kein „es geht schon“.
  2. Zu schnell zu tief – Dein Körper ist kein Express-Lieferdienst. Langsam anfangen spart Schmerzen und steigert die Lust.
  3. Falsche Handhaltung – Nicht den Dildo am Schaft festhalten wie einen Baseballschläger. Greif unten (beim Sockel). So hast du mehr Kontrolle über die Tiefe.
  4. Vergessen, die Stellung zu wechseln – Wenn du Minuten in derselben Position stoppst, werden Muskeln taub. Wechsel alle - Minuten – das bringt neue Reize und schont den Kreislauf.
  5. Den Dildo nach Anal ohne Kondom/Reinigung vaginal benutzen – Das ist wie mit dem gleichen Löffel in die Joghurt- und in die Chili-Dose zu gehen. Ekelig und ungesund. Also: Ein Ende pro Körperregion, oder zwischendurch gründlich waschen.

Warnsignale: Wann du aufhören solltest

Hör sofort auf, wenn:

  • Es brennt oder schneidet (dann fehlt Gleitgel oder es ist ein Material-Problem).
  • Du Blut siehst (außer du hast deine Periode – dann ist es okay, aber hör trotzdem kurz inne).
  • Du Schwindel oder Übelkeit fühlst (dann setz dich hin, trink Wasser. Manche Menschen hyperventilieren unbewusst beim Stoßen).
  • Der Dildo nicht mehr rauskommt (keine Panik – entspann dich, atme tief, warte ein paar Minuten, dann versuch es nochmal. Wenn nicht: Ab zum Arzt. Aber das passiert fast nie, wenn du einen mit Fuß nimmst).

Und jetzt? Viel Spaß beim Ausprobieren!

Du hast alles, was du brauchst. Einen sauberen Dildo, genug Gleitgel, eine gemütliche Position und hoffentlich ein Grinsen im Gesicht. Probier die Techniken aus. Lache, wenn was quietscht. Wechsel die Positionen. Hör auf deinen Körper – der lügt nicht.

Und denk dran: Es gibt kein „richtig“ oder „falsch“. Nur das, was sich für dich gut anfühlt. Ob du den Dildo nur fünf Minuten oder zwei Stunden benutzt, ob du dabei laut stöhnst oder still vor dich hin lächelst – alles ist perfekt.

Also: Ran an den Speck. Oder ans Silikon. Wie auch immer.

Dein Dildo-Experte (der selber viel ausprobiert hat, damit du nicht alle Fehler machen musst)


PS: Ja, du darfst den Artikel deinem Partner schicken. Ja, du darfst die Stellen markieren. Und nein, ich erzähl niemandem, dass du bis hierhin gelesen hast. Versprochen.


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